Über den Wolken

ÜBER DEN WOLKEN (1974)

von Reinhard Mey

Es erzählt, „dass Deutschen nur über den Wolken frei atmen können, nicht auf Erden, nicht auf dem „nassen Asphalt“.  Oder

eine klug und poetisch gezeichnete Miniatur, in der das Große sich im Kleinen spiegelt und die machtvollen Worte Freiheit, Angst und Sorge auf federleichte Weise zu ihrem Recht kommen.

 

Wenn ich zwischen 25. und 27. Jahr war, arbeitete ich wie Steward bei Fluggeselschaft Sabena.

Während ich Kaffee oder Champagne ausschenkte, schaute ich oft aus den Flugzeugfenstern, geniessend von Wolkenlandschaft und träumend von der Freiheit.

Also schüttete ich eine halbe Flasche Cola über den Anzug des spanischen Botschafters.

Zum Glück fand mich die Exzellenz gutaussehend und jung.